08.03.2018 "Jobs for Future eröffnet: Tausende strömen in die Messehallen"

„Hier werden Karrieren geboren“ / 16. Messe für Arbeitsplätze, Aus- und Weiterbildung / 292 Aussteller beraten bis Samstag an ihren Ständen auf dem Messegelände Villingen-Schwenningen / Viele Mitmach-Aktionen

Villingen-Schwenningen – „Hier ist das Fundament für Karrieren in dieser Region“, betonte IHK-Präsident Dieter Teufel zur offiziellen Eröffnung der Jobs for Future am Donnerstag in Villingen-Schwenningen und ergänzte: „Hier ist das Wunderland der Möglichkeiten für alle hier aufgewachsenen Menschen. Hier sind lauter weltweit tätige Unternehmen. Man muss nicht nach Berlin, Hamburg oder München gehen.“ Oberbürgermeister Dr. Rupert Kubon zeigte sich „sehr beeindruckt: Hier werden Karrieren geboren“ und nannte die Messe „einen hervorragenden Marktplatz. Nutzen Sie die Chance!“ Die Jobs for Future – Messe für Arbeitsplätze, Aus- und Weiterbildung ist bis Samstag jeweils von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Eintritt und Parken sind frei.

Aufmerksam verfolgten Eröffnungsgäste, Besucherinnen und Besucher den Impulsvortrag von Jasmin Biermann-Gässler zum Thema „Digital Na(t)ives –

Fluch und Segen der Digitalisierung für die Arbeitswelt.“ Die Inhaberin der Placement-Agentur biema sprach von Prognosen, dass sich durch die Digitalisierung 50 Prozent aller bestehenden Berufe verändern werden – „vor allem diejenigen mit Routinetätigkeiten.“ Betroffen seien aber auch Anwälte, Versicherungs- und Reisekaufleute. Dies nannte sie den Fluch. Den Segen dieser Veränderung sieht sie darin, dass ganz neue Berufe entstehen. Sie sprach gar von einer „digitalen Inklusion“, weil sich beispielsweise für Menschen mit Einschränkungen ganz neue Möglichkeiten eröffnen. Zu den Digital Natives, den jungen Menschen, die mit der Digitalisierung aufgewachsen sind, gesellte sie die digitalen Naiven: Diese „gehen extrem unbefangen mit der Hergabe ihrer Daten um.“ Problematisch sieht sie sogenannte Influencer, da Gleichaltrige in Youtube-Filmchen Schmink-Tipps verbreiten und viele nicht bemerkten, dass dies eine völlig neue Werbeform sei, die von den Herstellen bezahlt werde.

Aktionen kommen sehr gut an: An vielen Messeständen wird getestet und selbst probiert. So lehrt der Jongleur Andreas Herrmann die Besucherinnen und Besucher am Stand des Regionalbüros für berufliche Fortbildung, dass man Neues ausprobieren soll und dass es „wichtig ist, den Umgang mit Fehlern in der Ausbildung zu lernen.“ Dafür stehe auch das Jonglieren – denn Fehler seien nicht fatal, man lerne nur daraus. Die Handwerkskammer lädt zum Bau einer Leonardobrücke ein. Reaktion von Jugendlichen, die gemeinsam die Brücken-Bogenkonstruktion aus dicken Hölzern geschafft haben: „Richtig cool, das hat richtig Spaß gemacht.“ Aha-Erlebnisse am Stand der Parkresidenz am Germanswald: Alle Gelenke werden festgeschnürt, Handschuhe simulieren Arthrose, eine Halskrause behindert Kopfbewegungen und eine Brille erlaubt lediglich Sicht wie beim Grauen Star. Ein Besucher pellte sich aus dem Spezialanzug und erklärte spontan, „da fehlt dann die Sicherheit, sich schnell bewegen zu können.“ Draußen auf dem Freigelände berichten Standmitarbeiter des BauBusses von Reaktionen beim virtuellen Bungee-Sprung vom Baukran: „Lautes Geschrei!“ Nebenan bei der Dachdecker-Innung darf Naturschiefer bearbeitet werden. Beliebte und gar nicht leichte Motive wegen der Rundungen: Herzen.

 

Bildunterschrift:

Die 16. Jobs for Future ist bis Samstag geöffnet.

 

INFOKASTEN

Jobs for Future – Messe für Arbeitsplätze, Aus- und Weiterbildung

8. bis 10. März 2018 auf dem Messegelände in Villingen-Schwenningen

Geöffnet täglich von 10 bis 17 Uhr

Eintritt und Parken frei

Das aktuelle Programm und weitere Infos: www.jobsforfuture-vs.de